Praxisinhaberin Anke Rubel (geb. Meurer)

Nach meinen erfolgreichen Ausbildungen zur Sozialassistentin 2001 / staatlich anerkannten Erzieherin 2004 und der Fachhochschulreife 2004 an der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg, war ein erster Schritt in die berufliche Karriere im sozialen Bereich geebnet. Ich beschloss 2004 bis 2008 ein Studium zur Bachelor of Science Logopädin (B.Sc.) an der Europa Fachhochschule Fresenius in Idstein und parallel dazu an der „Mutterschule“ in Utrecht (NL) zu beginnen und erfolgreich zu absolvieren. Bereits während der Studienzeit absolvierte ich viele logopädische Praktika in unterschiedlichen Einrichtungen, Kliniken und Praxen mit verschiedenen Therapieschwerpunkten.

Nach dem erfolgreichen Abschluss, war ich von 2008 bis 2012 als Angestellte in Vollzeit in einer logopädischen Praxis beschäftigt. In dieser Zeit sammelte ich weitere Berufserfahrung mit Patienten, deren fachbezogenen, gesundheitlichen Defizite die verschiedensten Störungsbilder aufwiesen. Die Therapieeinheiten fanden innerhalb der Praxisräume, sowie in Kliniken und als Hausbesuche statt. Hier speziallisierte ich mich auf die neurologischen Störungsbilder, besonders die Dysphagie (Schluckstörungen und Trachealkanülenmanagement) . Um stets auf dem neuesten Stand zu sein und mich weiter zu entwickeln, habe ich einige Fort-und Weiterbildungsmaßnahmen besucht, wodurch viele Zusatzqualifikationen erworben wurden.
In der Vergangenheit reizte mich jedoch immer mehr der Gedanke, eine eigene logopädische Praxis zu leiten, in der ich meine fachlichen Kompetenzen und beruflichen Erfahrungen umsetzen kann. Am 01.Oktober 2012 eröffnete ich meine Praxis in Nentershausen. In der Zwischenzeit wurde das Team vergrößert, um die Patienten ohne längere Wartezeiten versorgen zu können.

Ich freue mich, Ihnen mit dieser Homepage einen ersten Eindruck meiner räumlichen und fachlichen Leistungen präsentieren zu können. In meiner Praxis beraten, untersuchen und therapieren wir Patienten aller Altersklassen (Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren), mit den verschiedensten logopädischen Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Diese Behandlungseinheiten finden innerhalb der Praxis oder als Hausbesuch statt.

Neben der eigentlichen Arbeit am Patienten, legen wir zusätzlich viel Wert auf „Teamwork“, sprich „interdisziplinäres Arbeiten“, was bedeutet, dass das gesamte Umfeld eines Patienten einbezogen wird. Dieser Kreis setzt sich aus Ärzten, anderen Therapeuten, dem sozialen Umfeld, wie Eltern und Angehörige, sowie den aktuell besuchten Einrichtungen (Kindertagesstätten, Kindergarten, Hort, Schule, Seniorenheime, Förderstätten, etc.) zusammen.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Praxistätigkeit ist das fachliche Informieren anderer Gesundheitsfachbereiche, der Eltern, der Angehörigen, der Erzieher(-innen), der Lehrer(-innen), des Krankenpflegepersonals, etc. Dies findet mit Hilfe von Seminaren, Vorträgen, Fortbildungen, Unterrichtseinheiten, Schulungen, Eltern- und Informationsabenden in den einzelnen Einrichtungen oder unseren Praxisräumen statt. Diese Zusatzangebote werden individuell auf die Zielgruppe und den Wissenstand, nach Absprache angepasst.

Der Beruf der Logopädin ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern tatsächlich Berufung. Hierzu ein paar Beispiele: Gerade im neurologischen Bereich ist es nicht immer einfach die/den schwerstbetroffene/n Patientin/en, oft auch recht jung nach z.B. einem Schlaganfall so zu motivieren, dass in anstrengenden Therapiesitzungen und häuslichem Üben, das Sprechen, Verstehen, Kauen und Schlucken, Lesen und Schreiben mühsam wieder zu erlernen. Schluckpatienten haben oft eine Trachealkanüle oder können in keinerweise etwas oral an Nahrung zu sich nehmen und sind mit einer PEG versorgt. Patienten mit einer neurodegenerativen Erkrankung (Parkinson, Demenz), hoffen durch die Therapieeinheiten ein „Aufhalten“ der Krankheit zu erreichen. Umso schöner ist es, wenn man in diesen Bereichen große und/oder kleine Erfolge erreichen kann und die Patienten einem dies mit großer Dankbarkeit zurückgeben.

Auch im Bereich der Kindersprache hat man sehr oft verzweifelte Eltern und Angehörige zu Beginn der Therapie. Es ist sehr schön, wenn man ihnen diese Angst recht schnell nehmen kann und sich erste Therapieerfolge erkennen lassen und somit eine spürbare Erleichterung bei den Eltern und den Kindern zu erkennen sind.

Der Bereich der Stimmtherapie wird sehr oft unterschätzt, so kommt es mittlerweile sehr häufig vor, dass Erwachsene gerade aus Sprecherberufen (Erzieherin, Lehrer, Pfarrer, Anwalt,…) oder Patienten nach Verletzungen von Operationen im Halsbereich von heute auf morgen keine oder nur noch eine sehr schwache Stimme haben. Hier kann man mit einfachen Therapiemethoden helfen und somit die gewählte berufliche Laufbahn, das soziale Leben und die Kommunikationsgabe des Patienten weiter ermöglichen.

Die Stottertherapie und die einhergehende Verbesserung des Redeflusses, bedeutet für die Patienten recht viel. Sie sind sehr dankbar, wenn sie es schaffen, ganz „normale“ Gespräche zu führen ohne ständig hängenzubleiben und endlich den ständigen Hänseleien nicht mehr zuhören zu müssen. Das Selbstbewusstsein steigt durch die Therapie extrem an.

Viele Unterschätzen das kindliche Schlucken und eine einhergehenden Trink-, Ess-, und Fütterstörung bis hin zur Störung der oralen Nahrungsaufnahme und der kindlichen Dysphagie. Hier werden die am Schlucken beteiligten Reflexe trainiert, so dass der Säugling / das Kleinkind eine ganz normale Ernährung über den Mund bekommen kann. Die Eltern sind einfach nur glücklich, wenn diese schwierige Situation behoben wird und ihr Kind normal Gedeihen kann.

Auch die vielen „normalen“ Therapieschwerpunkte, wie phonologische Defizite (Laute werden nicht oder falsch gebildet), Sigmatismus (Lispeln), Myofunktionelle Störung (Zungenfunktionsschwäche), Auditive Wahrnehmungsstörung, Dysgrammatismus, etc. behandeln wir gerne und es ist immer wieder schön, wenn man es geschafft hat ein Kind, mit einer dem Alter entsprechenden Sprachentwicklung am Ende einer Therapie zu entlassen.

Anhand dieser Beispiele, merken Sie, wie vielseitig und schön der Beruf der Logopädin sein kann.

Wir im Team freuen uns über jeden einzelnen Patienten, mit dem wir arbeiten dürfen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.