Häufig gestellte Fragen

  • Was ist Logopädie?

    Logopädie kann wie folgt erfolgen: Als Vorbeugung, Diagnose, Beratung und/oder Therapie von verschiedenen logopädischen Störungsbildern im Bereich der Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen bei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren. Eine logopädische Therapie darf nur von staatlich anerkannten Logopäden/innen durchgeführt werden.

  • Welche Ärzte können eine logopädische Behandlung verordnen?

    Säuglinge, Kinder und Jugendliche:
    Hier können Erstverordnungen von folgenden Ärzten ausgestellt werden: Kinderarzt, HNO-Arzt, Phoniater, ein Neurologe, ein Internist, ein Zahnarzt, ein Kieferorthopäde oder ein Kieferchirurg

    Erwachsene, Senioren:
    Hier können Erstverordnungen von HNO-Arzt, Neurologe, Phoniater, Internist, Zahnarzt, Kieferchirurg, Hausarzt und Geriater ausgestellt werden.

  • Wie kann ich mich oder meinen Angehörigen für eine Therapie anmelden?

    Sie können uns telefonisch oder per E-Mail kontaktieren, um sich selbst bzw. Ihr Kind für eine logopädische Therapie anzumelden. Während der Therapieeinheiten in der Praxis und den Hausbesuchen ist es uns nicht immer möglich an das Telefon zu gehen. Hinterlassen Sie uns einfach eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, dieser ist 7 Tage die Woche für 24 Stunden geschaltet. Wir rufen Sie umgehend zurück.

  • Gibt es Wartezeiten für einen Therapieplatz?

    Für Diagnostiktermine und Vormittagstermine können wir Ihnen meist sofort einen Therapieplatz anbieten. Für alle Therapieplätze am Nachmittag, wo die Nachfrage besonders groß ist, bemühen wir uns sehr, die Wartezeiten gering zu halten. Je flexibler Ihre Zeitgestaltung ist, desto schneller erhalten sie einen Therapieplatz.

  • Wer hat Anspruch auf logopädische Therapie?

    Einen Anspruch auf Logopädie haben im Prinzip alle Patienten, mit einer logopädischen Indikation. Es ist egal, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Die Voraussetzung einer Therapie ist lediglich, eine vom Arzt gültig ausgestellte Heilmittelverordnung. Ohne diese können und dürfen wir keine Therapieeinheiten durchführen. Eine ausgestellte Verordnung darf bei gesetzlich krankenversicherten Patienten max. 10 Tage alt sein, bevor die Therapie begonnen wird, ansonsten verliert sie ihre Gültigkeit.

  • Was muss ich beim ersten Termin beachten?

    Es muss eine gültige Heilmittelverordnung vorliegen / bei gesetzlich krankenversicherten sollte die Versicherungskarte und wenn vorhanden eine Befreiungskarte mitgebracht werden. Wichtig ist auch, dass Sie pünktlich zur Therapie in die Praxis kommen, da wir eine Bestellpraxis sind und so meist im Anschluss bereits pünktlich die nächste Therapie beginnt.

  • Wie oft findet eine logopädische Therapie in der Woche statt?

    Die Behandlungseinheiten finden in der Regel 1-2 Mal in der Woche statt, meist in Einzel- und manchmal auch in Gruppentherapie. Bei bestimmten Störungsbildern wie zum Beispiel Schlaganfall oder Stimmstörungen, kann die Therapie auch mehrmals wöchentlich stattfinden. Die Therapiedauer beträgt je nach Störungsbild 30, 45 oder 60 Minuten. Meistens jedoch sind die Therapieeinheiten in 45 Minuten verordnet. Die genaue Therapiedauer (Wochen/Monate/Jahre) kann meist nicht vorausgesagt werden, da jeder Patient anders ist. Entscheidend hierbei, gerade bei Kindersprache, ist natürlich das zusätzliche häusliche Üben.

  • Wie viele logopädische Behandlungen bekomme ich verordnet?

    Zunächst einmal verordnet der Arzt in der Regel 10 Therapieeinheiten. Danach schreibt die/der behandelnde Logopädin/e einen Bericht für den Arzt und teilt ihm darin mit, ob eine weitere logopädische Therapie notwendig ist und spricht eine Empfehlung aus. Daraufhin stellt der Arzt meist eine Folgeverordnung aus. Nach dieser Verordnung wird wieder neu entschieden, ob noch weitere Therapieeinheiten notwendig sind. Die Gesamtdauer der Therapie variiert je nach Störungsbild und Schweregrad. Manchmal kann auch eine Pause sinnvoll sein.

  • Werden Hausbesuche angeboten?

    Ja! Bei Bedarf verordnet der Arzt einen Hausbesuch. Er entscheidet, ob dazu eine Indikation gegeben ist. Einen solchen Hausbesuch, führen wir bei Ihnen zu Hause, in der Senioreneinrichtung, in der Tagesklinik oder im Pflegeheim durch. Behinderte Kinder, die einen Integrationsstatus haben, können wir auch in integrativen Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen betreuen. Die Indikation zum Hausbesuch muss vom Arzt festgestellt werden und auf der Verordnung vermerkt sein.

  • Wer übernimmt die Kosten einer logopädischen Behandlung?

    Gesetzliche Krankenversicherung: Logopädie zählt zu den Heilmittelbestandteilen der medizinischen Grundversorgung! Bis zum 18. Lebensjahr werden die Kosten komplett durch die Krankenkassen finanziert. Nach Beendigung des 18. Lebensjahres entfällt ein Eigenanteil von 10% des Rezeptwertes zzgl. 10€ Rezeptgebühr pro Verordnung für Sie an. Der Eigenanteil entfällt falls Sie eine Befreiung zur Zuzahlung von Ihrer Krankenkasse erhalten haben.
    Private Krankenversicherung: Die Vergütungen für berufliche Leistungen der Heilmittelerbringer sind nicht durch Gesetze oder Verordnungen in Deutschland bundeseinheitlich geregelt. Aus diesem Grund richtet sich unsere Praxis nach der GebüTH. Die Gebührenübersicht (GebüTh) regelt die Abrechnung dieser Leistungen, soweit nicht abweichende Vereinbarungen etwas anderes bestimmen.

    Da wir die Problematik der Kostenübernahme kennen, stellen wir Ihnen zu Beginn der Therapie einen Kostenvoranschlag zur Verfügung, mit dem Sie sich bei ihrer privaten Kasse erkundigen können, wie hoch deren Kostenübernahme ist und welche Kosten von Ihnen Privat zu tragen sind.

    Dazu ein Auszug aus der GebüTH-Ordnung:
    Patienten die im PKV-Standard-/Basistarif versichert sind, werden nur verminderte Gebührensätze erstattet bekommen, teilweise liegen diese sogar unterhalb der Sätze für gesetzlich Krankenversicherte.

    Der Erstattungsanspruch der Beihilfeberechtigten richtet sich nach den jeweils gültigen Beihilfevorschriften auf Landes- oder Bundesebene. Die beihilfefähigen Höchstsätze sind entgegen der Aussage einiger Versicherungen keine amtlichen Preislisten, sondern begrenzen nur den Zuschuss des Beihilfegebers auf einen nach Auskunft des Bundesinnenministeriums „nicht kostendeckenden Satz“
    .

    Bitte beachten Sie, dass Sie uns gegenüber zur Begleichung unserer Honorrarberechnung verpflichtet sind, unabhängig davon in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Ihnen diese Kosten durch ihre Versicherung und/ oder Beihilfestelle erstattet werden.

  • Was kann ich machen, um das Therapieziel schneller zu erreichen?

    Da die Therapieeinheiten in der Regel 1-2 Mal die Woche stattfinden, ist es wichtig das an den restlichen Tagen im häuslichen Rahmen die mitgegebenen Übungen täglich durchgeführt werden. Diese Mitarbeit ist besonders wichtig, da es auch Störungsbilder gibt, bei denen die 1-2 Mal wöchentliche Therapie nicht ausreichend sind, um das Therapieziel zu erreichen. Die Übungen für zu Hause werden extra klein gehalten und lassen sich meist besonders gut in das Alltagsgeschehen einbeziehen.